Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 hat ein Problem auf dem Transfermarkt. Im Team gibt es einige “Ladenhüter“, die wegen der schlechten Saison nur schlechte Preise erzielen würden. Das erschwert auch die Verpflichtung von neuen Spielern.

Fast ebenso schwierig wie die Suche nach sinnvollen Verstärkungen, gestaltet sich die Suche nach Abnehmern für Spieler, die auf Schalke keine Zukunft mehr haben. Die zurückliegende, schlechte Saison hat die Preise für Boateng und Co. ruiniert. Deshalb kommt der von Horst Heldt geplante Personalabbau noch nicht richtig voran.

Dass der Manager Kevin-Prince Boateng loswerden will, ist allerspätestens seit dem vergangenen Montag klar, als auch André Breitenreiter bekundete, dass er weder für ihn, noch für den ebenfalls aussortierten Sidney Sam Verwendung habe. Das Problem allerdings ist: beide besitzen trotz ihrer Freistellung noch laufende Verträge. Boateng bis 2016, Sam sogar bis 2018.

Holt Stuttgart Schalkes Sam zum Schnäppchenpreis?

Für beide Spieler soll es Interessenten geben, diese haben gegenüber Schalke aber die wesentlich bessere Verhandlungsposition. So sollen die Verantwortlichen des AC Mailand, die sich wohl mit einem Boateng-Comeback beschäftigen, bereits angedeutet haben, dass sie den Deutsch-Ghanaer durchaus haben wollen – am liebsten allerdings zum Nulltarif.

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Ähnlich ist der Fall bei Sam gelagert, der beim VfB Stuttgart gehandelt wird. Der Flügelspieler, der auf Schalke fast ständig verletzt war, spielt vom Gehalt her eine Liga tiefer als Boateng. Angesichts seiner Vertragslaufzeit könnte aber eine ähnliche Abfindung fällig werden. Und mehr als ein Schnäppchenpreis ist auch für den 27-Jährigen nicht zu erzielen. Die Trennung von dem Duo wird Schalke alles in allem wohl um die 10 Millionen Euro kosten – und trotzdem ist es bitter nötig, die beiden von der Gehaltsliste zu bekommen, um Spielräume für potentielle Neuzugänge und Vertragsbverlängerungen zu eröffnen.

Gut, dass Schalke nicht alle Spieler wie Sauerbier anbieten muss. Zwar sind auch Kicker wie Dennis Aogo oder Roman Neustädter eher im- als explodiert, dafür gibt es aber andere Akteure, die die Kasse klingeln lassen könnten. Benedikt Höwedes hatte bekanntlich konkrete Angebote vorliegen, auf den Verkauf des Kapitäns verzichtete Schalke, nachdem Breitenreiter sein Veto einlegte.

Joel Matip bleibt wohl auf Schalke

Auch bei Joel Matip geht die Tendenz dahin, dass er auf Schalke bleibt. Zwar halten sich hartnäckige Gerüchte, dass Newcastle United ein Angebot vorbereitet, konkret ist aber noch nichts. Max Meyer hingegen, der seine Zukunft bis zum Ende der U21-EM (30. Juni) offen lässt, dürfte noch einen dicken batzen mehr einbringen als die bei Matip kolportierten 14 Millionen Euro.

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Realistisch ist vorerst aber erstmal nur der Abschied von Felipe Santana. An dem ehemaligen Dortmunder, der nach seiner Leihe von Olympiakos Piräus zurückgekehrt ist, ist der 1. FC Köln dran. Angesichts der Entwicklung des 29-Jährigen, ist das schon erstaunlich genug. So dürfte es für Schalke an dem Innenverteidiger auch kaum einen Euro zu verdienen geben. Aber immerhin muss S04 auch nichts drauflegen, um ihn loszuwerden. Was aktuell für S04 schon eine richtig gute Nachricht ist. (RevierSport)