Köln. .

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger setzt auf den Dialog mit friedlichen Fußballfans. "Wir reden nicht über die Fans, sondern mit ihnen", sagte er in einem Gespräch. Gleichzeitig forderte er konsequentes Vorgehen gegen Gewalt. Dafür setzte er sich auf der Innenministerkonferenz in dieser Woche in Wiesbaden ein. Dort steht das "Nationale Konzept für Sport und Sicherheit" zur Debatte. "Alle Fans sollen begeisternde Fußball-Wochenenden in friedlicher Atmosphäre erleben", betonte der Minister.

Bundesweit Vorreiter

"Die NRW-Initiative 'Mehr Sicherheit bei Fußballspielen' ist bundesweit Vorreiter und hat bereits erste positive Ergebnisse erzielt", sagte Jäger. In NRW ist die Gewalt bei Fußballspielen in den drei oberen Ligen in der letzten Saison - entgegen der bundesweiten Entwicklung - deutlich zurückgegangen. Die Zahl der Verletzten sank um 40 Prozent auf 305, die Straftaten gingen um 20 Prozent auf 974 zurück. Gleichzeitig konnte die Polizei die Zahl ihrer Einsatzstunden um 20 Prozent auf 384.500 verringern.

Anreise der Fans zu den Spielen soll sicherer werden

Das Konzept setzt auf eine verantwortungsbewusste Fankultur und eine nachhaltige Netzwerkarbeit. Die Verkehrsunternehmen bieten entsprechende Reisemöglichkeiten, und die Vereine sorgen für die Organisation und eine Begleitung durch Betreuer. So soll die Anreise der Fans zu den Spielen sicherer werden. (sid)