Oberhausen/Bremen. Das politische Oberhausen rätselt schon lange: Wer geht für die SPD ins Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters? Jetzt ist der Knoten geplatzt.
Lange haben sich Fraktions- und Parteispitze der Oberhausener SPD geziert, einen Kandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister zu küren. Immerhin wird das neue Stadtoberhaupt in knapp einem Jahr gewählt. Bei ihrer dreitägigen Klausurtagung in Bremen wurde es dem Vernehmen nach nun sogar einigen Genossinnen und Genossen zu bunt: Anders als vorgesehen forderten sie zum Abschluss ihrer Klausur endlich Klarheit.
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Und die bekamen sie dann auch: Wie auch bei der vergangenen Wahl tritt Thorsten Berg an. Der Leiter der Sterkrader Sparkassen-Filiale hat es 2020 immerhin in die Stichwahl gegen Amtsinhaber Daniel Schranz (CDU) geschafft, diese dann aber verloren. Nun wagt er einen zweiten Versuch.
OB-Kandidat der SPD: Jetzt ist die Katze aus dem Sack
So ganz überraschend ist die Personalie nicht, sein Name macht seit Wochen hinter vorgehaltener Hand die Runde als Wunsch-Kandidat. Einen Mitstreiter im Kandidaten-Rennen hatte er zum Schluss wohl noch, doch der habe „ganz überraschend seine Bewerbung zurückgezogen“, erklärte Fraktionschefin Sonja Bongers am letzten Klausurtag in Bremen. Und das kam dann tatsächlich überraschend, hieß es am Vorabend noch offiziell, der Nominierungs-Prozess könne sich durchaus noch bis zum Winter hinziehen.
Über die Kandidaten-Bekanntgabe freut sich nicht nur Thorsten Berg selbst. Fragt man in die Runde, wird der Rückhalt der Fraktion deutlich: Man sei erleichtert, dass „die Katze endlich aus dem Sack ist“ und gehe nun mit einem starken Kandidaten ins Rennen.
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