Oberhausen. Eine alte Kalkschlamm-Halde in Oberhausen muss gesichert werden. Die SPD fürchtet, dass die Arbeiten stocken und will Antworten aus dem Rathaus.

Seit knapp drei Jahren läuft bereits die Sanierung der alten Kalkschlamm-Deponie in Lirich. Der Untergrund des Areals ist nicht mehr standsicher und muss durch Spundwände und eine neue Bodenschicht befestigt werden. Die SPD fürchtet, dass die Arbeiten ins Stocken geraten sind – und fordert Antworten von der Stadtverwaltung.

Die Politik sei letztmalig im Frühjahr des vergangenen Jahres über den Baufortschritt und den Planungsstand informiert worden, beschwert sich der Liricher-SPD-Stadtverordnete Bülent Sahin. In einer Kleinen Anfrage fordert er nun einen aktuellen Sachstandsbericht. „Damals hieß es, dass in diesem Winter der gesamte Baumbestand auf dem Plateau der Ablagerung entfernt werden soll und dass bis zum Frühjahr alle Böschungen gesichert sein sollten“, so Sahin. Doch immer wieder hätten Anwohnerinnen und Anwohner sowie die benachbarten Kleingärtner Unterbrechungen der Arbeiten registriert.

Zum Hintergrund:

„Darum haben wir die Verwaltung gefragt, ob der ursprüngliche Zeitplan noch steht und ob alles dafür getan wird, die Menschen im unmittelbaren Umfeld korrekt zu informieren.“ 2019 war bekannt geworden, dass die Deponie gesichert werden muss. Das zuständige Unternehmen, die Rain Carbon GmbH hatte einen Zeitraum von vier Jahren für die Arbeiten angegeben.

Sollten die Antworten der Stadt auf die Kleine Anfrage der SPD unbefriedigend ausfallen, behalte man sich vor, „einen Vertreter der Rain Carbon GmbH in den städtischen Umweltausschuss einzuladen“, kündigen die Sozialdemokraten an.