Der HSV hat einen Ausrüstervertrag mit Adidas, doch die halbe Mannschaft trägt dennoch Schuhe der Konkurrenz. Dem Club entgehen so wichtige Einnahmen.

Hamburg. Der HSV hat nicht nur ein Sturmproblem, sondern nun auch ein Schuhproblem. Trotz Ausrüstervertrag mit Adidas trägt die halbe Mannschaft Schuhe von Nike. Wie die „Bild“-Zeitung am Freitag berichtet, entgeht dem HSV dadurch sogar viel Geld.

In dem Vertrag mit dem Sportausrüster ist offenbar fixiert, dass der HSV für alle elf Profis, die in der Startelf stehen, Bonuszahlungen enthält – vorausgesetzt, sie tragen Adidas-Treter. Rund 1000 Euro soll der Bundesligist pro Spieler und Spiel bekommen. Im Laufe einer Saison würde so eine Menge Geld zusammenkommen.

Sportdirektor Peter Knäbel hat bereits angedeutet, sich der Sache anzunehmen. „Es ist wichtig, die Spielregeln konsequent einzuhalten. Adidas ist ein Partner, der sehr viel getan hat, damit wir die Lizenz bekommen“, sagte Knäbel der „Bild“. Rafael van der Vaart, Lewis Holtby, Valon Behrami, Johan Djourou und Pierre-Michel Lasogga haben individuelle Ausrüsterverträge und sind von dieser Regelung nicht betroffen.

Ärger gibt es dagegen bei Matthias Ostrzolek, Marcell Jansen, Nicolai Müller, Petr Jiracek, Cleber (alle Nike) und Zoltan Stieber (Puma). Obwohl die sechs HSV-Profis vertraglich verpflichtet sind Adidas-Schuhe zu tragen, haben sie individuelle Vereinbarungen mit Konkurrenten des Ausrüsters.

Im Trainingslager soll das Thema nun vertieft werden. Adidas schickt extra zwei Mitarbeiter mit nach Dubai, die den sechs Profis den Schuhwechsel ans Herz legen wollen.