Fünfhausen. Fünfhausen. Nach jahrelangen Verzögerungen wird nun am Lauweg kräftig gebaggert: Es entstehen 56 seniorengerechte Wohnungen.
Immer wieder hatte sich der Baubeginn verzögert, es gab schon Rücktritte vom Kaufvertrag. Mancher hatte gar nicht mehr an das Projekt – seniorengerechtes Wohnen im denkmalgeschützten Seehof und in vier Neubauten – geglaubt. Doch nun geht es tatsächlich los: Bagger, Raupen und andere schwere Baufahrzeuge sind am Lauweg im Einsatz. Die Erdarbeiten sollen in zwei, drei Wochen beendet werden. „Für Anfang Oktober ist die Pfahlgründung geplant“, sagt Lutz Eichel (ewp-Gruppe).
Erster Bau soll im Sommer 2020 fertig sein
Der erste Neubau soll im Sommer 2020 bezugsfertig sein – „solange alles optimal läuft“, sagt Investor Eichel. „Unter anderem hängt die Dauer der Arbeiten von der Witterung ab“, sagt der Geschäftsführer der ewp-Gruppe. Die Pfahlgründung soll „maximal drei Wochen“ dauern, Mitte Oktober werde mit den Rohbauarbeiten begonnen, sagt Eichel. „Sie dauern im besten Falle vier Monate.“ Dann kommt der Innenausbau, für den sechs Monate kalkuliert werden.
Das denkmalgeschützte Bestandsgebäude, in dem auch der etwa 80 Quadratmeter große Gemeinschaftsraum für alle Mieter untergebracht werden soll, wird in Abstimmung mit der Denkmalpflege kernsaniert. „Die alte Substanz, die noch gut ist, gilt es zu erhalten“, sagt Eichel. Seine vor 20 Jahren gegründete Firma habe „viel Erfahrung mit der Sanierung denkmalgeschützter Häuser“, habe solche Arbeiten als Projektentwickler etwa in Lauenburg und Boizenburg durchführen lassen. „Die beiden Wohnungen im Seehof werden wir selbst vermieten“, sagt Eichel. Die weiteren 54 Wohnungen wird die ewp-Gruppe zum Großteil verkaufen und im Auftrag der neuen Eigentümer vermieten.
„Etwa ein Drittel der Wohnungen ist verkauft“
Es gebe viele Kauf- und „mindestens 50 Mietinteressenten“, berichtet der Geschäftsführer. „Etwa ein Drittel der Wohnungen ist verkauft“, für zehn weitere würden die Verträge in Kürze unterzeichnet. „Alle Interessenten stammen aus der Region, meist aus Kirchwerder.“
Zuletzt hatte es Probleme mit dem Grundwasser gegeben. Deshalb strichen die Planer die geplante Unterkellerung und reduzierten die Zahl der neuen Wohnungen um sechs auf 56. „Durch die Neuplanung haben wir ein weiteres Jahr verloren.“
Die ewp-Gruppe (30 Mitarbeiter) betreibt derzeit etwa 20 Bauprojekte. Rund 1500 Wohnungen und Häuser sind unter der Federführung der ewp-Architekten und -Ingenieure seit 1999 entstanden, „zu 90 Prozent im Bereich Service-Wohnen“. Etwa 13 Millionen Euro investiert das Unternehmen in das Seehof-Projekt.